Versicherung für Grillunfälle

Eigentlich sollte eine gut organisierte Grillparty nicht in einem Unfall enden. Leider kommt es Jahr für Jahr zu bis zu 4.500 schweren Grillunfällen die mit ein paar Sicherheitsvorkehrungen hätten verhindert werden können.

Doch was wenn tatsächlich ein Grillunfall passiert? Neben Brandschäden kann es vor allem auch anderes Eigentum oder im schlimmsten Falle Personen treffen. Doch haftet in diesem Falle wirklich eine Versicherung? Und wenn ja, welche Versicherung haftet für welchen Schaden?

Wir sind diesen Fragen auf den Grund gegangen und möchten in diesem Artikel entsprechende Antworten darauf geben.

Welche Versicherung ist die Richtige?

Versicherung bei GrillunfällenDie private Haftpflichtversicherung trägt Schäden, die an anderen Personen oder anderer Leute Eigentum entstehen. Da Grillen ein Freizeitvergnügen ist, kommt die gesetzliche Unfallversicherung nicht für einen persönlichen Schaden auf. In diesem Fall ist es ratsam eine private Unfallversicherung abzuschließen. Für Schäden an den teuren Gartenmöbeln benötigt man wiederum eine Hausratversicherung auf.

Wichtig bei der Wahl der richtigen Versicherung ist allerdings darauf zu achten, dass auch wirklich Schäden, die durch einen Grillunfall verursacht wurden, auch entsprechend abgesichert werden. Es kam schon oft vor, dass erst danach festgestellt wurde, dass die Versicherung für den entstandenen Schaden nicht aufkommen muss.

Probleme mit der Privathaftpflicht kann es auch geben, wenn man grob Fahrlässig gehandelt hat und der Grillunfall dadurch selbst verschuldet wurde. Dies trifft übrigens auch zu, wenn trotz hohen Alkoholkonsums weiterhin die Grillzange schwingt und dadurch einen Unfall verursacht.
Kommt ein Gutachter wird unter anderem geklärt, ob der Hersteller des Grills eine gewisse Mitschuld trägt und für einen Teil des Schadens aufkommen muss.

Rechtsschutzversicherung hilft bei Streitfällen

Sollte es trotz guter Freundschaft der Beteiligten im Nachhinein wegen eines Grillunfalls zu Streitereien vor Gericht kommen, hilft eine gute Rechtsschutzversicherung Kosten zu sparen. Diese ist auch zu empfehlen, wenn einem die Nachbarn den regelmäßigen Grillgenuss nicht gönnen.

Grillunfälle vermeiden

Die häufigste Ursache für Grillunfälle ist die unsachgemäße Benutzung von Brandbeschleunigern wie Benzin oder Spiritus wodurch Stichflammen entstehen können, die schwere Brandverletzungen zur Folge haben. Die überhängende Markise oder das nebenstehende Pavillon können die zuvor schöne Grillparty zum endgültigen Alptraum werden lassen.

Man sollte auch niemals Kinder unbeaufsichtigt in die nähe von Grillgeräten lassen. Gerade Holzkohlegrills verleiten die Kinder zum zündeln. Nicht selten werden somit schwerste Verbrennungen in Kauf genommen.

Mit diesen vier Punkten kann man für Sicherheit beim Grillen sorgen:

  • Kein Benzin oder Spirituosen als Grillanzünder verwenden. Lieber zu einem Anzündkamin oder Anzündwürfel greifen.
  • Feuerlöscher, ein Eimer Wasser, Löschdecke oder Sand zum schnellen löschen griffbereit halten.
  • Sicheren Standort für den Grill wählen
  • Nur Grills die der DIN 66077 entsprechen oder das GS-GEPRÜFT-Siegel enthalten benutzen.

Wer diese Sicherheitsvorkehrungen beim Grillen befolgt und mit gesundem Menschenverstand beim Grillen ist, für den wird die nächste Grillparty garantiert zum perfekten Ereignis.

Weitere Punkte haben wir übrigens in unserem Artikel Sicherheit beim Grillen zusammengefasst.




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