Viele Menschen schätzen es, wenn das Grillfleisch zart und gut gewürzt auf den Teller kommt. Manche greifen deshalb schnell auf fertig eingelegte Fleischpäckchen aus dem Supermarkt zurück. Zwar ist dadurch ein wenig Zeit eingespart worden, geschmacklich aber noch nichts gewonnen. Selbst Marinieren ist einfacher als man denkt.
In einer Zeit, in der es noch keine Kühlschränke gab und Fleisch als leicht verderbliche Ware schwer konservierbar war, boten Marinaden die Möglichkeit, das Fleisch länger haltbar zu machen. Ein weiterer Nebeneffekt der Lake war, dass auch Fleisch von älteren Tieren, meist auch zäheres, zu einem zarten Gaumenschmaus werden konnte.
Im Laufe eines Grillabends kommt es vor, dass das Grillgut nicht immer ausreichend gekühlt werden kann. Aus diesem Grund beugen Marinaden zumindest teilweise dem Verderben von Fleisch vor. Darüber hinaus wird das marinierte Fleisch auf dem Grill besonders zart, gleichzeitig ist es gewürzt, ohne dass die aufgestreuten Kräuter verbrennen können, da sie beim Einlegen schon in das Fleisch eingezogen sind.
Bei Marinade kommen drei Teilkomponenten zum Tragen. Die Säure macht das Fleisch zart und konserviert zugleich. Öle verstärken den Geschmack, der durch die beigefügten Gewürze entsteht.
Als Säuerungsmittel eignen sich Zitronensaft, Wein, Buttermilch oder Essig, die mit Sonnenblumenöl, Olivenöl oder anderem Öl verbunden werden. Bei den Ölen sollte man wissen, dass sie alle über einen unterschiedlichen Siedepunkt verfügen. In Olivenöl eingelegtes Fleisch sollte demnach nicht so heiß gegrillt werden, da das Grillgut sonst verbrennen kann. Was die Gewürze betrifft, so sind unzählige Varianten möglich. Vom klassischen Knoblauch über Paprika, Curry, Pfeffer, bis hin zum exotischeren Würzen mit Zitronengras, Ingwer oder Koriander. Natürlich sind auch Gewürzsoßen wie Worcester Sauce oder Sojasoße ein gutes Würzmittel. Wichtig ist vor allem, dass die Kräuter am besten in grober Form beigefügt werden. Sie sind dann vor dem Grillen wieder leichter zu entfernen. Salz ist in Marinaden tabu, denn es entzieht dem Fleisch das Wasser. Um das Fleisch saftig zu halten, ist es besser, erst nach dem Grillen zu salzen.
Für eine Marinade werden alle Zutaten gut miteinander vermischt. Dann legt man das abgetrocknete Fleisch oder das Gemüse in eine Schüssel oder einen tiefen Teller und übergießt es mit der Lake. Alle Stellen des Grillguts sollten bedeckt sein, bevor es anschließend für zwei bis drei Stunden in den Kühlschrank geht. Dickeres Fleisch sollte noch länger in der Marinade bleiben, damit sie gut einziehen kann. Vor dem Grillen de Marinade abtupfen, größere Kräuterreste entfernen und schon kann es mit einem gemütlichen Barbecue losgehen, wenn die Glut die nötige Temperatur erreicht hat.